Warum plastikfrei?

Schon lange denke ich darüber nach, wie es möglich ist, Müll zu vermeiden. Aber aus meiner Komfortzone möchte ich auch nicht raus und außerdem bestht überhaupt die Notwendigkeit?

Die Antwort ergibt sich von selbst und lautet eindeutig JA.  Denn was steckt in Plastik?
Kaum jemand kennt die genaue Zusammen-
setzung.



Ein Grundbestandteil ist auf jeden Fall Erdöl. Und das ist bekanntlich eine endliche Ressource. So vergeuden wir mit der Plastikproduktion Unmengen Erdöl. In ein paar Jahren werden wir keines mehr zur Verfügung haben, wenn wir weiter so unbewusst und verschwenderisch konsumieren.
Mit dem Gewinnung von Öl setzen wir auch über Jahrmillionen gebundenes Kohlendioxid in einer Geschwindigkeit frei, der unser Planet nicht gewachsen ist. Hierzu an anderer Stelle mehr. 

 
Neben Erdöl gibt es aber noch ein anderes - nicht minder wichtiges Thema: Unsere Gesundheit!
Es sind es jede Menge Stoffe, wie Weichmacher und Farbstoffe in Plastik enthalten. Und wir wissen nicht, wie sie auf unseren Körper wirken. Jetzt denkt man sich als Verbaucher, dass es aber doch Grenzwerte gibt, die die Unternehmen einhalten müssen und dass giftige Stoffe doch verboten sind.

Ja und nein. Es ist leider so, dass nicht die Unternehmen Unbedenklichkeit nachweisen müssen, sondern, dass der Gesetzgeber nachweisen muss, dass die eingesetzten Stoffe unbedenklich sind.

So lange nicht nachgewiesen ist, dass ein Stoff hohe Risiken birgt, darf er eingesetzt werden. Es gibt aber so viele Zusätze in den einzelnen Kunststoffverbindungen, dass es unmöglich ist, hinterher zu kommen. Und was Synergieeffekte (die gegenseitige Beeinflussung und Verstärkung der Stoffe untereinander) angeht, haben wir erst recht keine Ahnung.

Das nächste große Argument, den Plastikkonsum einzudämmen ist das Thema Müll. Denn durch unseren Verpackungswahn, und jeder Menge - teilweise wirklich unnötiger Dinge - aus Plastik (je bunter desto besser)..., gibt es mittlerweile keinen Flecken Erde und Ozean mehr, der nicht mit Plastik verseucht ist. Millionen von Einweg-Kaffeebechern (die nicht wirklich aus Pappe bestehen, wie die meisten glauben) wandern täglich ins Meer.

Also: je unbewusster wir konsumieren und je unbewusster wir essen, desto mehr vergiften wir uns selbst, und das freiwillig!!!

Foto: kerstinundich.blogspot.com